Der Boom bei Edelmetallen hat nicht nur – im wahrsten Sinne des Wortes – „goldene“ Seiten. Der Goldpreis, der innerhalb der letzten drei Jahre von rund 800 Dollar pro Feinunze auf knapp 1.600 Dollar zugelegt und zwischenzeitlich sogar die 2.000-Dollar-Marke übersprungen hatte, zieht auch unseriöse Geschäftemacher an. In seinem Büro würden verstärkt Geschädigte vorstellig, so ein Bremer Rechtsanwalt gegenüber dem „Handelsblatt“, die auf Betrüger hereingefallen seien. Per Telefon und Internet bieten vermehrt Händler Gold an, das nach Zahlung per Vorkasse niemals den Käufer erreicht. Ebenso häufen sich die Vorfälle, bei denen Straßenverkäufer Gold veräußern, das keines ist.

Der Gesetzgeber macht es solchen Betrügern leicht. Im Gegensatz zu Finanzmarktprodukten wie z. B. Rentenanlagen ist der Goldmarkt nicht reguliert, jedermann kann frei von Zulassungen und Prüfungen mit physischem Gold handeln. Interessenten, die physisches Gold erwerben möchten, sollten sich nach Expertenmeinung lieber an Banken und etablierte Goldhändler wenden. Vorsicht sei vor allem geboten bei Online-Anbietern aus dem Ausland, die zudem noch Vorkasse verlangen. Abstand sollte man auch von Sammlermünzen nehmen, da deren Kurs starken Schwankungen unterliege. Münzensammler sollten sich deshalb auf eingeführte Anlagemünzen wie den Krügerrand oder den Maple Leaf konzentrieren.

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