Goldschmuck im Wert von 12.000 Euro hatte die Frau zur Hochzeit von ihrem Schwiegervater erhalten. Als die türkische Frau, die mit ihrem ebenfalls türkischstämmigen Mann in Deutschland lebte, nach zwei Monaten Ehe den Gatten verließ, forderte dessen Schwiegervater den Goldschmuck zurück. Als seine Noch-Schwiegertochter die Herausgabe verweigerte, zog er vor Gericht und klagte – wegen „groben Undanks“.

Großanleger PimcoDoch das Gericht Limburg entschied: Die Frau darf das goldene Geschenk behalten, zumal für die Richter keine erhebliche Verletzung der ehelichen Treuepflichten vorgelegen hatte. Dabei zog das Gericht auch die Grundsätze der Scharia, des islamischen Rechts, in seine Entscheidung mit ein.

Gold und andere Wertgegenstände, die nach der türkischen Tradition einer Braut zur Hochzeit geschenkt werden, müssten auch bei kurzer Ehe nicht zurückgegeben werden. Vielmehr solle diese so genannte Brautgabe nach islamischem Recht ebenso wie nach den Urteilen türkischer Gerichte die Ehefrau für den Fall absichern, dass die Ehe scheitere. Da diese Grundsätze der Scharia nicht gegen das Wesen des Grundgesetzes verstießen, dürften sie in diesem Fall berücksichtigt werden, befand das Gericht.

Gold News

Goldblase
Für Sammler

Deutliches Aufgeld für Sammler

Während das Geld bei vielen Menschen nicht für einen Goldbarren reicht, sind die Münzen meist erschwinglich und das macht sie so beleibt. Zugleich lassen sich diese einfach aufbewahren und stehen für eine leichte Zugänglichkeit zum Rohstoffmarkt
Inflation

Hohe Inflation: Jetzt in Gold investieren?

Im Monat April verzeichnete Deutschland die höchste Inflationsrate seit 1981. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Inflation um 7,4 %
Prozess um den Coup im Bode-Museum
Bakterien
Gold Goldbarren Goldpreis