Es ist ungefähr drei Jahre her, da kam es in Berlin zu dem spektakulären Diebstahl einer Goldmünze. Aus dem Bode-Museum wurde die weltberühmte „Big Maple Leaf“ gestohlen. Die 100 kg schwere Goldmünze befand sich seit 2010 im Bode-Museum. Sie war mit einem Porträt von Queen Elizabeth II. versehen und war aus dem reinsten Gold gefertigt, das es gibt: Gold mit 99,999 Prozent. Die Prägeanstalt „Königliche Kanadische Münze hatte nur fünf Exemplare dieser Goldmünze hergestellt. Es war vorgesehen gewesen, die „Big Maple Leaf“ aus dem Bode-Museum am 28. März 2017 zu entfernen und sie an einem anderen Ort erneut als Leihgabe auszustellen. Genau in der Nacht davor wurde die riesige und schwere Goldmünze aus dem Museum gestohlen und ist seitdem nicht wieder gesehen worden.

Die Diebe der Goldmünze hinterließen Spuren

Recht schnell nach der Entdeckung des Diebstahls hatte die Polizei Hinweise auf die Täter ermitteln können. Als gesichert gilt die Vermutung, dass einer der Täter Mitarbeiter des Museums bzw. des zuständigen Sicherheitspersonals gewesen sein muss. Man hatte eine Lücke im Sicherheitssystem entdeckt. Ein Fenster in der Herren-Umkleide war defekt gewesen. Daher war es als einziges Fenster nicht an die Alarmsicherung angeschlossen gewesen. Eine Möglichkeit, ins Bode-Museum einzusteigen. Während der weiteren Untersuchung des Goldmünzen-Diebstahls ergaben sich Hinweise auf Mitglieder eines arabischen Clans, der der Polizei seit langem bekannt ist. Analysen von Goldstaub und Goldpartikeln, die wowohl im PKW las auch in der Kleidung der verdächtigen Personen gefunden worden waren, gaben eindeutige Hinweise auf die gestohlene Münze. Die hohe Reinheit der „Big Maple Leaf“ erleichterte die Identifizierung.

Urteile im Prozess um Diebstahl der Goldmünze

Seit dem Diebstahl sind drei Jahre vergangen, und vor kurzem sind die Urteile im Prozess gegen die Clan-Mitglieder gefällt worden. Drei der vier Angeklagten, die die 100 kg schwere Münze gestohlen haben sollen, wurden zu Jugendstrafen verurteilt. Sie sind inzwischen 21 und 23 Jahre alt. Bei zweien handelt es sich um zwei arabische Cousins, der dritte war der Wachmann, der zum Zeitpunkt des Diebstahls beim Bode-Museum beschäftigt war. Sein Urteil lautete auf drei Jahre und vier Monate Gefängnis, für die beiden Cousins waren es jeweils viereinhalb Jahre. Der vierte Angeklagte wurde freigesprochen. Nach der Urteilsverkündung kamen alle Angeklagten auf freien Fuß. Sie hatten sowohl auf den gesamten Prozess als auch auf die Urteile nicht sichtbar reagiert. Und dies, obwohl sie zudem auch zur Zahlung des Münzwertes verurteilt wurden. Es wird davon ausgegangen, dass die weltberühmte Goldmünze nicht mehr als solche existiert; sie wird vielmehr eingeschmolzen worden sein.

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