Seit April kannte die Kurve für den Goldpreis im Jahr 2013 nur eine Richtung: nach unten. Insgesamt rund 30 Prozent verlor der Wert des Edelmetalls innerhalb des Jahres. Diese Talfahrt beendete eine 13 Jahre lange Aufwärtsrallye und war der größte Jahresverlust in mehr als drei Jahrzehnten. Dabei hatten manche Marktgurus für Ende 2013 einen Kurs von 2000 US-Dollar prognostiziert – stattdessen war eine Feinunze zum Jahresende für rund 1200 Dollar zu haben.

Was hat dem Goldkurs 2013 so zugesetzt? Was sind die Gründe für seine Talfahrt?

Der Preis der Feinunze Gold wurde lange Zeit durch die Finanzkrise bestimmt. Als die Staaten immer mehr Schulden aufnehmen mussten, um Banken zu retten, und dabei selbst immer tiefer in die Schuldenfalle gerieten, flüchteten viele Anleger in den klassischen „sicheren Hafen“ Gold – der Kurs ging beständig nach oben. Dass es auf Staatsanleihen der stabilen Länder wie Deutschland kaum noch Zinsen gab, lockte noch mehr Investoren zum Gold. Doch jetzt, wo die Krisenanzeichen langsam verblassen, gibt es wieder lohnendere Investments: in Aktien, in Staatsanleihen, in Rohstoffe. Große Anleger zogen ihr Kapital vom Goldmarkt ab, der Kurs begann zu wanken.

Einige Goldverkäufe gingen nicht ohne öffentliches Aufsehen über die Bühne. Vor allem die Börsenstars George Soros und John Paulson stehen im Rampenlicht – als sie sich vom Gold zurückzogen, zogen viele Anleger nach. Darunter auch der weltgrößte Gold-ETF-Fonds SPDR Gold Trust. Seine Besttände fielen auf den niedrigsten Stand seit 2009. So viele Anbieter zwingen jeden Kurs in die Knie.

Die Talfahrt wurde von Marktexperten dann mit negativen Prognosen noch zusätzlich angeheizt. Die Fachleute der weltgrößten Investmentbank Goldman Sachs zum Beispiel rechnen mittlerweile mit einem Goldkurs von 1050 Dollar pro Feinunze zum Jahresende 2014. Auch die Experten von der DZ Bank machen Goldanlegern keine großen Hoffnungen. Die lockere Geldpolitik der USA, die die Finanzkrise angeheizt hatte, wird im neuen Jahr schrittweise zurückgefahren, erwarten die Bankanalysten. Ein neues Kurstief von 1100 Dollar drohe. Behalten sie recht, dürfte das neue Jahr Goldanlegern erneut keine große Freude bereiten.

Doch andere Marktbeobachter sind optimistischer. Die Nachfrage aus Asien sei robust, zusammen mit einer Belebung der Investmentnachfrage sei ein moderater Preisanstieg drin, prognostizieren die Experten von der Commerzbank.

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