Die Preise für Gold und Silber haben im Oktober dieses Jahres weiter zugelegt. Wer angesichts der jüngsten Schwächeperioden trotz der lahmenden Konjunktur am Gold-Status als „sicherer Hafen“ für Anleger gezweifelt haben mag, wird nun eines Besseren belehrt.

Mitte Oktober kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.165 US-Dollar und damit bereits 4,5 Prozent mehr als noch zu Monatsbeginn. Und die Gründe für den Höhenflug sehen Experten wieder in den Krisenindikatoren der Realwirtschaft. So deuten die jüngsten Konjunkturzahlen aus China auf eine kräftige Konjunkturabkühlung im Reich der Mitte hin. Die Zinswende in den USA lässt weiter auf sich warten. Und die Industrieproduktion in Europa schwächelt. Alles Gründe für den Anleger, wieder verstärkt auf klassisches Edelmetall zu setzen.

Nur eines steht nach Analystenmeinung einem neuen Goldrausch noch im Weg: die niedrige Inflationsrate. Vor allem die sinkenden Energiepreise haben die Teuerungsrate quasi auf null Prozent gedrückt. Doch sollte das Geld im Portemmonaie oder auf dem Sparkonto wieder stärker an Wert verlieren, werden wohl noch mehr Anleger wieder den „sicheren Hafen“ Gold ansteuern.

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