In der Theorie ist es so einfach: Niedrige Zinsen machen Anleihen und Aktien unattraktiv, die Anleger flüchten vermehrt in den „sicheren Hafen“ Gold. Umgekehrt sinkt der Goldpreis, sowie die Zinsen steigen. Doch in den Zeiten finanzpolitischer Unsicherheiten gerät auch dieses scheinbar eherne Gesetz ins Wanken – zur Freude der Goldbesitzer. 20

Denn obwohl die US-Notenbank im Dezember den Leitzins angehoben hat, ist der Goldpreis seitdem um rund sieben Prozent gestiegen. Zwar waren die Kurse kurzfristig gefallen angesichts der Hoffnung, die neue US-Regierung unter Donald Trump würde die Wirtschaft anheizen. Doch die ersten Wochen im Amt nährten die Zweifel an der Zuverlässigkeit der Trump-Truppe, das Gold kehrte den Trend schnell wieder um. Das chinesische Neujahr, das die Nachfrage anfachte sowie die Käufe einiger Fonds stützen den Kurs nach oben.

Angesichts der politischen Unsicherheiten nach dem Brexit, den anstehenden Wahlen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland oder der neuerlichen Diskussion um die griechischen Staatsfinanzen dürfte Gold auch in Zukunft eine attraktive Anlage sein.

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