Forscher entdecken Diamanten 700 Kilometer unter der Erde Australische Wissenschaftler haben an brasilianischen Diamanten nachgewiesen, dass sie aus 700 Kilometer Tiefe stammen. Die Stücke sind aus dem Kohlenstoffanteil eines Materials entstanden, das ursprünglich zur ozeanischen Erdkruste gehörte. Als die Platten auf die Kontinentalplatten stießen, sanken Teile der Kruste bis auf den Erdmantel hinab oder wurden dort hineingezogen. Hier haben sich die enthaltenen Kohlenstoffatome zu Diamanten verdichtet und sind durch den Erdmantel über Hunderte von Kilometern zurück an die Erdoberfläche gelangt. Dies belege ihre Studie, schrieben die Forscher in einem Artikel für das Wissenschaftsmagazin „Science“. Damit sei belegt, dass Diamanten in weitaus größeren Tiefen entstehen können als bisher angenommen, Die meisten Exemplare, die gefunden werden, entstammen einer Tiefe von bis zu 200 Kilometern unter der Erdoberfläche. Darüber hinaus sei es verblüffend, so ein Autor der Studie, dass winzige mineralische Einschlüsse etwas über Bewegungen im Erdmantel erzählen könnten.

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