So können Anleger in das Edelmetall investieren

Gold als Investment – Edelmetall Gold fungiert bei einem unruhigen Finanzmarkt als Sicherheitsanker für das Vermögen. Die älteste Währung der Welt schützt vor Inflation und erhält den Wert des Geldes. Darüber hinaus könnten Sie Gold in einer Krise als Zahlungsmittel nutzen oder spekulativ in den Rohstoff investieren. Wenn Sie ein Investment in Gold in Erwägung ziehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten für die Umsetzung.

Die Deutschen lieben Gold

Bei der Geldanlage der Deutschen spielt das Edelmetall eine wichtige Rolle. Die Deutsche Bundesbank war 2020 das Land mit den größten Goldreserven. Über 3300 Tonnen Gold befinden sich in den Lagerräumen der deutschen Notenbank. Damit können nur die Amerikaner die Deutschen übertrumpfen. Noch deutlicher zeigt sich die Liebe zum Gold bei den Privathaushalten. Einer Umfrage nach besitzen 38 % der Deutschen physisches Gold. Zum Vergleich besaßen 2019 lediglich 15 % der Bevölkerung Aktien. Der Grund: Das Sicherheitsbedürfnis der Deutschen. Während diese den Aktienmarkt mit Risiken verbinden, gelten Immobilien oder Gold als sicheres Investments.

Goldmünzen oder -barren kaufen

Bei Interesse für ein Investment in physisches Gold haben Sie die Qual der Wahl. Beim Goldhändler Ihres Vertrauens gibt es Goldbarren oder Münzen. Naturgemäß kann sich nicht jedermann einen ganzen Barren des heißbegehrten Edelmetalls leisten. Für alle anderen Investoren gibt es die Münzen. Während Barren in Gramm gemessen werden, dominiert bei den Münzen die Kennzeichnung in Unzen. Der Spread – also die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis – ist bei Münzen deutlich größer. Schließlich geht die Produktion von Barren mit einem geringeren Aufwand einher.

Goldschmuck für die Geldanlage

Viele Menschen haben Goldschmuck in ihrem Schmuckkästchen. Doch eignet sich der Kauf von Goldschmuck auch als langfristiges Investment? Eher nicht! Schließlich hängen Beliebtheit und Preis von Goldschmuck nicht ausschließlich von dessen Eigenschaften ab. Vielmehr sind es Geschmack und Trends, die den Goldschmuck prägen. Der Wert beim Wiederverkauf ist meist deutlich geringer als der ursprüngliche Anschaffungspreis. Wer physisches Gold besitzen möchte, sollte auf Münzen und Barren setzen – Goldschmuck ist eher nicht für die Geldanlage geeignet. Falls Sie Schmuckstücke aus Gold erwerben wollen, sollten Sie sich im Luxussegment umschauen.

In Gold-ETCs an der Börse investieren

Ebenfalls beliebt bei Investments in Gold sind die sogenannten ETCs. Dabei handelt es sich um Exchange Traded Commodities – Schuldverschreibungen, die meistens mit physischem Gold hinterlegt sind. In Deutschland sind das XETRA Gold der Deutschen Börse oder das EUWAX Gold der Börse Stuttgart die bekanntesten ETCs. Der Vorteil ist der schnelle Handel. Sie müssen das Edelmetall nicht lagern und können sich dank verbrieftem Anspruch bei Bedarf das Gold ausliefern lassen. Allerdings bergen ETCs auch Risiken. In einer schweren Finanzkrise droht bei Insolvenz des Emittenten der Totalverlust. Zudem stellt sich die Frage, ob die Banken im Falle einer existenziellen Krise das Gold wirklich ausliefern können. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, ist physisches Gold das Mittel der Wahl.

Gold-ETFs als Alternative

ETFs erfreuen sich als Investment immer größerer Beliebtheit. Gold-ETFs sind in Deutschland jedoch verboten. Schließlich müssen nach dem Kapitalanlagegesetz mehrere Positionen in einem ETF enthalten sein. Wer in Deutschland von den Gold-ETFs redet, meint Goldminen-ETFs. Mit diesen können Anleger diversifiziert in Unternehmen investieren, die weltweit Goldminen betreiben.

Physisches Gold lagern: So geht’s

Der Kauf von physischem Gold ist das Nonplusultra der Edelmetall-Geldanlage. Wer in das beliebte Edelmetall investiert, kann auf diese Art und Weise sein Vermögen schützen und auf Wertzuwächse spekulieren. Investments in Gold dienen zuvorderst der Reduzierung von Risiken. Folglich ist eine sichere Lagerung erforderlich. Bei kleinen Goldeinheiten bietet sich die Lagerung im heimischen Tresor an. Bestenfalls deckt die Hausratsversicherung einen Verlust des Goldes ab. Eine sichere Alternative ist die Lagerung in einem Bankschließfach. Für Gebühren zwischen 50 und 100 Euro können Sie ein Bankschließfach mieten, in welchem Sie Ihren Goldbestand einlagern.

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