Für Analysten steht der Goldpreis im September 2013 am Scheideweg. Die Marktexperten halten sowohl eine „bullische“ Entwicklung, also einen Anstieg des Preises, als auch eine „bärische“ Tendenz,sprich einen weiteren Kursfall, für möglich.

Die Optimisten stützen sich auf die Tatsache, dass der Goldpreis seit seinem tiefen Fall im Frühjahr 2013 zuletzt wieder über die Marke von 1.400 US-Dollar gestiegen ist. Und dies, obwohl die Konjunktur in den wichtigsten Märkten der Welt langsam wieder in den Tritt zu kommen scheint, was den Wert des Goldes als „sicheren Hafen“ normalerweise eher senkt. Dieser „sichere Hafen“ bleibt aber gleichzeitig attraktiv: Unsicherheiten über den Kurs der US-Notenbank, die Entwicklung in Syrien oder der Abschwung auf dem US-Arbeitsmarkt bewegen manchen Investor zu einer Gold-Anlage und könnten den Preis schon bald wieder deutlich über 1.500 US-Dollar pro Unze steigen lassen.

Zudem profitiert der Goldpreis derzeit von Ankäufen aus Asien. Neben Indien, traditionell ein starker Gold-Importeur, verzeichnen die Händler eine steigende Nachfrage aus China. Das Reich der Mitte sehen viele Experten bereits auf dem Weg zum größten Goldimporteur der Welt. Ihren wachsenden Wohlstand sichern viele chinesische Verbraucher zunehmend durch Spareinlagen ab, was sich durch die aktuelle Wachstumsdelle noch verstärken dürfte. Unter den Anlagen befindet sich zunehmend auch Gold.

Pessimisten verweisen dagegen darauf, dass der Goldpreis von zu vielen Faktoren abhänge, als dass sich daraus ein Trend ableiten ließe. Ebenso gut könne das neue Interesse der Käufer am Gold auch wieder erlahmen und im Zuge einer Preissenkung einen neuen Rutsch nach unten auslösen. Das könne den jüngsten Aufwärtstrend schnell wieder neutralisieren und den Goldpreis unter die Marke von 1.300 US-Dollar zurück befördern.

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