Das Jahr 2022 ist von Turbulenzen an den Finanzmärkten geprägt. Doch in unsicheren Zeiten gilt das Edelmetall Gold als Mittel der Wahl, um dem eigenen Depot Stabilität zu verliehen. Sollten Sie jetzt in stürmischen Zeiten rund um Ukraine-Krieg und Inflation in Gold investieren? Welche Chancen bietet der Kauf des Edelmetalls? Darum geht es im folgenden Beitrag unter Berücksichtigung der aktuellen Situation.

Gold: Die älteste Krisenwährung der Welt

Gold hat als Krisenwährung jede andere Währung überlebt. Noch heute trauen die Menschen dem Edelmetalle einen Inflations- und Vermögensschutz zu. Bei negativen Realzinsen und steigender Inflation waren Investments die älteste Währung der Welt schon immer eine gute Wahl. In wirtschaftlich schweren Zeiten hat sich der Goldpreis überdurchschnittlich entwickelt. Der sichere Hafen Gold wurde zuletzt im Corona-Crash angesteuert und erlebt momentan einen neuen Höhenflug.

Hohe Inflationsraten und Ukraine-Konflikt

Gold ist in Krisen für viele Anleger das Mittel der Wahl. Dies gilt umso mehr, als das im Jahr 2022 die Inflationsraten weiter anziehen. Die Politik des lockeren Geldes der Notenbanken zollt aktuell ihren Tribut. Wir erleben eine steigende Geldentwertung. Erst kürzlich hat die EZB bekanntgegeben, dass die Inflationsrate wohl über 5 % liegen dürfte. Damit wurde die Erwartung um fast zwei Prozent nach oben angepasst. In den USA lag die Inflationsrate im Februar sogar bei über 8 %.

Dazu kommt der Krieg in der Ukraine. Nach dem russischen Einmarsch schellte der Goldpreis in die Höhe. Immer mehr Anleger flüchteten in die Krisenwährung, um das Vermögen in unsicheren, geopolitischen Zeiten zu bewahren. Noch scheint es nicht absehbar, welche Auswirkungen der Ukraine-Konflikt mittel- und langfristig haben wird. Doch es scheint sicher – die Invasion stellt eine historische Zäsur dar und dürfte die Weltordnung massiv verändern. Bei Unsicherheit scheint es nie ein schlechter Ratgeber, in Gold zu investieren.

Bereits vor dem Krieg legte der Goldpreis deutlich zu. Im Jahr 2022 gab es bis in den März Wertzuwächse von rund 12 % – davon belaufen sich rund 7 % auf die Zeit nach dem russischen Einmarsch. Denn schon zum Jahresbeginn verwiesen Goldfans auf die Risiken einer anhaltenden hohen Inflation.

Spektakulärer Anstieg des Goldpreises

Im letzten Monat stieg der Goldpreis um 10 % an. Damit bewegt sich der Goldpreis nur knapp unter dem Rekordhoch aus dem August 2020. Die Verunsicherung ist bei Anlegern groß. Geopolitische Risiken könnten einen weiteren Anstieg des Goldpreises bedingen. Möglicherweise könnte sich durch leichte Rücksetzer eine spannende Chance für den Einstieg beim Rohstoff Goldergeben.

Analysten sehen viel Potenzial in Gold

Erst kürzlich äußerten sich die Experten der renommierten Investmentbank Goldman Sachs zur weiteren Entwicklung des Goldpreises. Demnach sieht man in den nächsten sechs Monaten angesichts einer zunehmenden politischen Unsicherheit den Goldpreis bei rund 2500 US-Dollar. Die Gold-Hausse dürfte auf einer steigenden Nachfrage von Investoren, Konsumenten und Zentralbanken zurückzuführen sein. Wer jetzt in das beliebteste Edelmetall investiert, könnte demnach noch 20 % Rendite machen.

Jetzt noch Gold kaufen?

Das Edelmetall Gold ist aktuell heiß begehrt. Es gibt auch wenig Anzeichen dafür, dass sich dies in den nächsten Wochen ändert. Ein Krieg mitten in Europa dürfte die Menschen wachrütteln – Energiepreise ziehen kräftig an, die Inflation könnte länger anhalten, als dies von vielen Experten erwartet wurde. Die geopolitischen Unsicherheiten und eine möglicherweise schwächelnden Konjunktur könnten den Goldpreis erneut über die 2000 USD und auf Rekordstände treiben. Falls der Kurs des Edelmetalls wieder korrigiert, wäre ein Einstieg ebenfalls sinnvoll. Denn über kurz oder lang wird die nächste Krise dafür sorgen, dass der Goldpreis erneut hausiert. Dann freuen sich die Anleger, die bereits vorher mit Gold ihr Depot diversifiziert haben und ihr Vermögen gezielt schützen.

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