Der russische Einmarsch in die Ukraine hat im Jahr 2022 nicht nur die Weltordnung, sondern auch die Finanzmärkte durcheinander gewirbelt. Während die Aktienmärkte mitunter deutlich korrigieren, sind Rohstoff-Investoren die Profiteure. Denn die Rohstoffpreise zogen in weiten Teilen stark an. Doch was hat die Ukrainekrise eigentlich für Auswirkungen auf den Rohstoffmarkt?

Die Krise in der Ukraine: Gravierende Auswirkungen auf den Rohstoffmarkt

Der Einmarsch in die Ukraine und der erste Krieg auf europäischem Boden seit mehreren Jahrzehnten verändern unsere Welt. Der Ukrainekrieg hat die Energie- und Lebensmittelpreise in die Höhe getrieben. Der Rohstoffmarkt verändert sich, die Rohstoffpreise haussieren aktuell. Nun verweisen Experten darauf, dass man die Auswirkungen auf die Versorgung mit Rohstoffen und die Preisentwicklung nicht unterschätzen sollte. Während der Aktienmarkt aktuell stark korrigiert und eine hohe Volatilität hat, sieht es bei den Rohstoffpreisen anders aus. Die Unruhe an den internationalen Kapitalmärkten ist somit für alle Anleger eine Chance, auch von einem neuen Boom bei Rohstoffen zu profitieren. Denn die Preisentwicklung dürfte nicht nur kurzfristiger Natur sein und sich zugleich inflationssteigernd auswirken.

Gas- und Öl-Preis explodieren

Besonders offensichtlich sind die Auswirkungen der Ukrainekrise beim Gas- und Öl-Preis. Denn die Sanktionen gegen Russland schüren Unsicherheit, was eine dauerhafte und beständige Energieversorgung angeht. Russland könnte auf Sanktionen entsprechend reagieren und einigen Ländern eine Versorgung mit Gas und Öl verwehren, obgleich die Auswirkungen für die russische Wirtschaft wohl gravierend wären. Doch Rationalität war in den letzten Wochen nicht die größte Stärke des russischen Präsidenten Putin. Zudem entscheiden sich immer mehr Länder gegen Öl- und Gaslieferungen von russischen Unternehmen. Mit einer Verknappung beim Angebot dürfte der Öl- und Gaspreis jedoch weiterhin hoch bleiben. Rund ein Drittel der russischen Gaslieferungen läuft durch die Ukraine. Kaum vorstellbar, was passieren würde, wenn die dortige Infrastruktur zu einem beträchtlichen Teil zerstört wird.

Knappheit bei wichtigen Metallen

Russland ist ein wichtiger Lieferant für verschiedene Metalle. Dazu gehören beispielsweise Stahl, Nickel, Aluminium und Palladium. Die Metallpreise stiegen bereits in den ersten Wochen des Konflikts, obgleich es noch zu keiner umfassenden Unterbrechung kam. Allerdings wurde Russland bereits vom internationalen Zahlungssystem SWIFT abgeschlossen, was die Exporte deutlich verlangsamen dürfte. Da eine Normalisierung der internationalen Beziehungen nicht absehbar ist, könnten die Metallpreise mittelfristig hoch bleiben.

Lebensmittelpreise könnten deutlich ansteigen

Erhebliche Auswirkungen könnten mittelfristig auch für die Lebensmittelpreise anstehen. Denn bei der Ukraine und Russland handelt es sich um Giganten im weltweiten Handel mit Getreide. Dies könnte auch dem afrikanischen Kontinent schaden. Denn die Käufer aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten müssen vorerst wahrscheinlich deutlich höhere Preise zahlen. Während russischen Lieferungen aktuell nicht gern gesehen sind, dürfte die Ernte in den nächsten Jahren in der Ukraine deutlich geringer ausfallen. Der Ukrainekonflikt wirkt sich somit auch steigernd auf die Lebensmittelpreise aus, was die Inflation ebenfalls antreiben könnte. Dies zeigte sich bereits bei der Krim-Annektion im Jahr 2014. Damals stiegen die Weizenpreise sprunghaft. Seit dem bauten die Ukraine und Russland jedoch den Exportanteil bei Lebensmitteln aus. Im Jahr 2022 könnten die Auswirkungen jedoch deutlich gravierender sein.

Der Rohstoffmarkt im Jahr 2022

Der Rohstoffmarkt im Jahr 2022 bietet Chancen auf eine überdurchschnittliche Rendite. Neben dem Edelmetall Gold, das sich als Vermögensschutz und Krisenwährung großer Beliebtheit erfreut, gibt es auch andere Assets, die von der Ukrainekrise profitieren. Denn die Versorgung mit Gas, Öl, Metallen oder auch Lebensmitteln stammt zu einem nicht unerheblichen Teil aus Russland. Bei einer mindestens gleichbleibenden Nachfrage und einem sinkenden Angebot könnten die Rohstoffpreise weiter explodieren.

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