Die Deutsche Bank sowie zwei weitere Finanzhäuser (die britische HSBC und die kanadische Bank of Nova Scotia) wurden bei einem New Yorker Bezieksgericht von einem US-Investor verklagt. Das berichteten übereinstimmend die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters. Der Vorwurf: Die Geldinstitute hätten gemeinsam den Silberpreis manipuliert.

Hebel für die Manipulation sei das sogenannte Silber-Fixing gewesen, bei dem die drei Banken in einer Telefonkonferenz gemeinsam den Silberpreis festlegen. Grundlage des Preises soll die Anzahl der Kundenorders sein. Der Kläger, der eine Sammelklage anstrebt, wirft den Banken vor, den Preis zu ihrem Vorteil festgelegt zu haben. Anderen Investoren sei damit ein Schaden von mehreren Milliarden Dollar entstanden, heißt es in der Klage.

Als erstes betroffenes Institut reagierte die Nova Scotia, die ankündigte, sich „energisch gegen die Vorwürfe zu verteidigen“. Die Deutsche Bank hatte sich zuletzt aus verschiedenen Gremien zur Festlegung von Edelmetallpreisen zurückgezogen. Im Mai gab sie bekannt, auch aus dem Gold- und Silber-Fixing an der Londoner Börse zukünftig nicht mehr teilzunehmen.

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