Daten sind das Gold des digitalen Zeitalters, liest man immer wieder. Das bedeutet jedoch nicht, dass Gold wertlos geworden ist. Im Gegenteil: In den aktuellen Krisenzeiten sind Edelmetalle als zuverlässige Wertanlagen gefragt – wie in jeder Krise. Durch die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche haben sich für private Anleger neue Möglichkeiten ergeben. Der Goldverkauf kann nicht nur bei der Hausbank abgewickelt werden, sondern auch über das Internet.

Physisches Gold – immer noch ein Thema

Selbst im digitalen Zeitalter ist physisches Gold als Reservewährung der Zentralbanken noch wichtig. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält diese Reserven genauso wie die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Setzt man die Goldmengen in ein Verhältnis zu den gesamten Währungsreserven, steigt der Goldanteil tendenziell, mit Ausnahme bei der Schweizer Nationalbank SNB. Schaut man sich die Währungsreserven der verschiedenen Länder an und extrahiert den Goldanteil, fällt auf: Bei allen Ländern stieg der Goldanteil seit 2015 kontinuierlich, bei der Türkei und den Niederlanden sogar auffallend stark.

Physisches Gold dient den Zentralbanken als Reserve, vor allem in Zeiten, in denen an digitalen Währungen gearbeitet wird. Gold ist krisensicher – das ist eine Binsenweisheit. Und solange das der Fall ist, werden auch private Anleger Gold als Alternative zu anderen Anlagemöglichkeiten sehen. Es wird also weiterhin einen Markt für Gold geben, die Nachfrage aus privater Hand bleibt. Und das gilt auch für den Goldverkauf, der im digitalen Zeitalter weiterhin stattfindet.

Vor Ort oder online? Fakten zum Goldverkauf im Überblick

Will man als Privatperson sein Gold verkaufen und sucht nach den entsprechenden Möglichkeiten im Internet, findet man schnell unzählige Anzeigen von Edelmetallankäufern. Viele davon sind seriös, der Goldverkauf per Postversand an einen Händler, der im Internet gefunden wurde, ist also erst einmal möglich und sicher. Aber trotzdem sollte man sich den Ankäufer genau ansehen. Gold ist immer mit Emotionen verbunden, selten geht es beim Goldverkauf um simple Barren. Meist steckt der Familienschmuck dahinter. Und der verkauft sich einfacher persönlich, wenn der Ankäufer also gegenüber sitzt, direkt ansprechbar ist, und die „Ware“ gegen Geld den Besitzer wechselt. Der Goldverkauf bei einem vertrauenswürdigen Händler vor Ort ist für emotional schwierige Geschäfte oft die bessere Wahl.

Wer es etwas nüchterner angeht, kann einen seriösen Ankäufer im Internet finden. Ein paar Dinge sollte man aber beachten, um sich selbst von der Seriosität des Ankäufers zu überzeugen:
– Wie sieht es mit den Preisvorstellungen aus? Macht der Anbieter transparente Angaben, die überprüfbar sind? Gibt es keine Angaben, ist das suspekt.
– Gibt es Angaben, sollten die zu den verschiedenen Goldlegierungen vorliegen. Man spricht hier von Karat: 333 Gold erzielt deutlich geringere Preise als beispielsweise 585 Gold oder gar 999 Gold. Das ist im Fall von Goldschmuck und Zahngold wichtig. Bei bankhandelsfähigem Gold geht man in der Regel von Legierungen im Bereich von 999 oder höher aus. Der Goldverkauf bringt dann die Einnahmen, die Industriefeingoldgranulat bringt. Die Preise für Goldbarren müssen transparent sein.
– Sind die Geschäftsbedingungen klar und deutlich aufgeführt? Dazu gehört normalerweise ein kostenfreier Versand des Goldes, und zwar versichert!
– Was sagen Vergleichstests? Online-Anbieter werden regelmäßig auf Herz und Nieren überprüft, weil es einfach zu viele schwarze Schafe gibt. Testsieger in unabhängigen Tests sind in der Regel als seriös zu bewerten.
– Informiert der Ankäufer das Finanzamt vom Goldverkauf? Ein Goldverkauf ist wie jeder andere Handel (der regelmäßig stattfindet und folglich die nachhaltige Gewinnerzielung in den Mittelpunkt stellt) zu versteuern. Seriöse Händler sind entsprechend in Handelsregister eingetragen und haben Steuernummern! Außerdem sollten sie auf die möglichen steuerlichen Implikationen beim Goldverkauf hinweisen.

Auf keinen Fall an der Haustür verkaufen!

Auch im digitalen Zeitalter klingeln bisweilen noch unbekannte Goldankäufer an der Haustür. Seriöse Ankäufer werden das nie tun! Selbst wenn der Ankäufer (was in der Regel nicht der Fall ist) einen Hausbesuch anbietet, wird er einen Termin vereinbaren und nicht unangekündigt kommen. Fremde sollte man ohnehin nie in die Wohnung lassen, es handelt sich möglicherweise um Kundschafter von Einbruchsbanden und Dieben!

Goldgehalt vor dem Goldverkauf überprüfen

Schmuckstücke, aber auch Barren und Münzen sind häufig graviert. Die Gravuren enthalten Angaben zur Legierung, die bekanntesten Schmucklegierungen sind „333“ und „585“. Sollte ein Schmuckstück oder ein anderes Stück Gold keine Gravur mit dem Feingehalt besitzen, kann immer noch ein Juwelier zu Rate gezogen werden. Der ist in der Lage, mit der vorhandenen Technik den Goldgehalt zu ermitteln und vielleicht sogar gegen eine kleine Gebühr eine Wertermittlung vorzunehmen. Sagt der vom Juwelier festgestellte Preis zu, hat sich der Goldverkauf über das Internet vermutlich ohnehin erledigt.

Tipp: Es lohnt immer, mehrere Angebote einzuholen! Edelmetallhändler und Goldschmiede vor Ort kommen dafür genauso in Frage wie regionale Goldankaufsstellen.

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