In der Schmuckherstellung kommt Gold eine zentrale Rolle zu. Juwelierware aus dem begehrten Edelmetall geht mit am häufigsten über die Ladentheke und dient zudem als sichere Wertanlage. Denn es steht für Reichtum und Eleganz. Ein wichtiges Merkmal ist der Feingehalt, also die Reinheit des Goldes. Doch was gibt es für Verarbeitungstechniken und warum finden häufig Goldlegierungen Verwendung in der Schmuckindustrie? Auf diese und weitere Fragen gibt Ihnen der nachfolgende Beitrag Antworten.

Warum gilt Gold als das begehrteste Edelmetall?

Allgemein gilt Gold als sehr wertvoll und beständig. Wie andere Edelmetalle ist es sehr korrosionsbeständig, die Gewinnung des begehrten Edelmetalls ist aufwändig und zugleich kostspielig. Ein Großteil des rund um den Globus geförderte Gold wird tatsächlich zu Schmuck verarbeitet. Das Edelmetall hat seit jeher die Gier und Fantasie der Menschheit beflügelt. Nicht zuletzt kommt Gold vergleichsweise selten und oft nur in großen Tiefen vor.

Unterschiedliche Verwendungen und Verarbeitungen von Gold

Zum einen gibt es da das Blattgold, das für seine gute Verformbarkeit bekannt ist. Das ermöglicht auch die Herstellung hauchdünner Goldfolien. Mit diesen lassen sich dann beispielsweise Bücher, Bilderrahmen oder Statuen vergolden. Bei Blattgold handelt es sich in der Regel um Feingold, beliebt sind daneben Legierungen mit Kupfer und Silber, um den Farbton des Blattgoldes zu verändern. Titan trägt bereits in geringen Mengen dazu bei, dass das Edelmetall wesentlich härter wird, zum Beispiel finden Titan-Legierungen häufig Verwendung bei Eheringen. Die Menge des verwendeten Titans macht dabei lediglich wenige Prozente aus. Zum Verbinden von goldenen Schmuckstücken setzen Goldschmiede Löten ein.

Einblicke in die verschiedenen Verarbeitungstechniken von Gold

Zu den verbreitetsten Verarbeitungstechniken von Gold in der Schmuckherstellung gehören die Granulation, die Tauschierung, die Punzierung sowie das Niello-Verfahren. Das flüssige Gold wird mittels verschiedener Gusstechniken in Form gebracht und künstlerisch ausgestaltet. Das Zusammenfügen der einzelnen Schmuckkomponenten geschieht dagegen über Löten, Nieten und Schweißen. Durch Abschleifen erhält die Oberfläche ein schöneres Erscheinungsbild.

Verfahren zur künstlerischen Ausgestaltung eines Schmuckstücks mit Blattgold

Granulation
Dieses Verfahren wendeten bereits die alten Griechen und Römer an. Der Goldschmied setzt hierbei kleine Goldkügelchen in einer bestimmten Anordnung auf einen goldenen Untergrund.

Tauschierung
Hierbei wird ein ornamentales Bildmotiv, welches in Kontrast zum Edelmetall steht, auf ein goldenes Schmuckstück angebracht.

Punzierung
Unter Verwendung eines Punziereisens prägt der Goldschmied ein Zeichen oder Muster in das Schmuckstück ein.

Niello-Verfahren
Niello heißt eine eingemeißelte Verzierung, entweder durch Ätzung oder auf Steinplatten ausgeführt.

Techniken des Vergoldens von Schmuck

Allein das Verzieren mit Gold blickt auf eine Jahrtausend alte Geschichte zurück. Hierbei gehen Technik, Talent und sorgfältiges Arbeiten Hand in Hand. Generell handelt es sich bei der Vergoldung um einen aufwändigen Prozess. Das verwendete Trägermaterial entscheidet nicht weniger über den Erfolg. Vor allem aber muss die Qualität des verwendeten Blattgoldes stimmen. Eine der am häufigsten Methoden der Vergoldung ist die Gouache-Vergoldung. Sie ist mit großen Mühen verbunden, bringt am Ende aber auch das beste Resultat. Es beginnt mit der Grundierung als Basis der Vergoldung. Dann erfolgt das Auftragen des Bole. Auf den angetrockneten und angefeuchteten Bole trägt der Goldschmied dann das Blattgold auf. Dies umfasst meist nur einzelne Stellen. Manchmal kommt noch das Polieren mit Achatsteinen hinzu. Andere Vergoldungstechniken erfolgen mit dem Pinsel bei schwer zugänglichen Stellen oder mithilfe von Schlagmetallen, also Blattgoldimitaten.

Ist alles Gold, was glänzt?

Nicht alles was glänzt, ist reines Gold. Denn Goldlegierungen sind haltbarer und widerstandsfähiger als das Edelmetall in seiner reinen Form. Es bestehen mehrere Arten von Goldlegierungen, bei denen der Goldanteil jeweils variiert. Die verbreitetsten sind 18 Karat mit 58,3 Prozent Goldanteil 75 Prozent Goldanteil, 14 Karat mit sowie 10 Karat mit 41,7 Prozent Goldanteil. Diese Legierungen machen Schmuckstücke fester, haltbarer und schöner. Besonders hart muss das begehrte Edelmetall für die Herstellung von Ringen sein. Ohne das Hinzufügen weiterer Substanzen würde es nicht nur seine Form verlieren, sondern nach kurzer Zeit zerkratzen. So bezeichnet zum Beispiel auch Weißgold eine Legierung. Hinzu kommen spezielle Effekte, welche das Edelmetall in bläulicher oder geschwärzt erscheinen lassen. Die klassische Goldlegierung ist unter der Bezeichnung Gelbgold geläufig. Sie besteht aus 24 Karat Reinem Gold, versetzt mit Kupfer, Silber, Zink oder Nickel, was sich wiederum positiv auf die Härte auswirkt. Roségold bezeichnet eine Gold-Kupfer-Legierung, die zu einer rötlichen Farbe der Schmuckstücke führt. Gelbgold und Roségold können den gleichen Goldgehalt haben, denn der Unterschied betrifft lediglich die hinzugefügten Metalle, um einen bestimmten Farbton zu erreichen.

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