Seit Monaten stritten sich die Marktexperten über den Kurs des Goldes: Hält der langfristige Goldrausch an oder ist bereits ein Ende des Booms in Sicht? Durchbricht das Edelmetall die Grenze von 2.000 Dollar pro Unze oder entpuppt sich die Goldrallye der vergangenen Jahre als riesige Goldblase?

Zuletzt wurden die Befürchtungen der Pessimisten bestätigt: Anfang April fiel der Goldpreis um mehr als fünf Prozent. Weniger als 1.500 Dollar mussten Käufer nur noch pro Feinunze bezahlen, seit dem Rekordhoch von 1.920 Dollar im September 2011 hat das Gold demnach rund 23 Prozent seines Wertes eingebüßt.

Als Erklärung für die Talfahrt haben Marktbeobachter gleich mehrere Ursachen parat: Zum einen machten seit Tagen vor dem Preisrutsch Gerüchte die Runde, die Regierung Zyperns werde einen Großteil seines Beitrags zur Beilegung der aktuellen Finanzierungskrise durch Goldverkäufe realisieren. Die zyprische Zentralbank verfügt über Goldreserven im Umfang von rund 14 Tonnen. Die erwartete Angebotsmenge habe bereits im Vorfeld auf die Preise gedrückt. Andere verweisen auf den US-Dollar, der in Folge einer Konjunkturerholung in den USA zuletzt wieder an Wert gewonnen hatte. Daneben werden auch die Zentralbanken Europas als Preisdrücker ausgemacht. Zwar hätten diese mit einer Erhöhung ihrer Reserven und der lockeren Geldpolitik nebst Inflationsängsten den Preis des Goldes lange angeheizt , so Experten. Doch gleichzeitig wäre durch sie das Image des Goldes als „sicherer Hafen“ beschädigt, weil sie alle Schulden bislang mit billigen Krediten auffingen, sodass vielen Anlegern eine Flucht ins Gold zunehmend unattraktiver erscheint.

Wer Gold als reines Investment ansieht, dem stehen also unsichere Zeiten bevor. Liebhaber dagegen können sich weiterhin am unübertroffenen Glanz ihrer Schmuckstücke erfreuen.

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