1.054,10 Tonnen. So viel Gold lagert nach offiziellen Angaben in Chinas Staatstresoren. Seit 2009 hat sich an dieser Menge offiziell nichts geändert, über An- und Verkäufe schweigen sich die chinesischen Behörden seither aus. Deshalb rätseln internationale Marktbeobachter schon seit Langem, über wie viele Goldreserven das Land der Mitte tatsächlich verfügt. Folgt man den veröffentlichten Daten der China Gold Association über die heimische Goldförderung und den Handelsbilanzen, dürften über 3.500 Tonnen in chinesischen Depots lagern. China wäre damit nach den USA der zweitgrößte Goldbesitzer in der internationalen Staatengemeinschaft.

Die chinesischen Behörden könnten den Schleier möglicherweise im Mai oder Oktober 2015 lüften, spekuliert die US-Agentur Bloomberg. Dann nämlich finden die Beratungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) über die Kunstwährung SDR (Special Drawing Rights) statt, in der der IWF zum Beispiel Notkredite vergibt. Der Wert des SDR orientiert sich in verschiedenen Anteilen an den Werten des US-Dollars, des Euro, des Britischen Pfunds und des japanischen Yens. Der chinesische Renminbi fließt bislang nicht in die Wertfeststellung der SDR-Währung ein. Doch bei der Neu-Festlegung könnten die Chinesen einen größeren Einfluss nehmen wollen, erwarten Bloomberg-Experten. Und dafür müssten sie dann wohl zeigen, über wie viele Währungsreserven sie verfügen – auch in Gold.

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