Obwohl Venezuela reich an Goldvorkommen ist, kämpft das mittelamerikanische Land seit vielen Jahren mit einer heftigen wirtschaftlichen und währungspolitischen Krise. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass Venezuela zudem auch noch über eines der größten Erdölvorkommen der Welt verfügt. Presseberichte besagen, dass Venezuela im Laufe der vergangenen Monate mindestens 21 Tonnen Gold in die Türkei verbracht hat, um es dort aufbereiten zu lassen. Die USA verurteilen diese Aktion als eine illegale Maßnahme der venezolanischen Regierung. Zuvor waren entsprechende Goldlieferungen von Venezuela aus stets in die Schweiz gegangen. Im Juli dieses Jahres hatte die venezolanische Zentralbank bereits offiziell angekündigt, so zu verfahren.

Venezuelas Regierung befürchtet US-Sanktionen

Mit der Ankündigung der Zentralbank hatten die Geld- und Goldexperten des Landes auch den Grund für diese Maßnahme genannt: Man befürchtete bei einer Gold-Lieferung in die Schweiz internationale Sanktionen und entschied sich daher dafür, das Gold in einem befreundeten Staat raffinieren zu lassen. In der Tat hat Venezuela bereits 2017 keine bedeutenden Goldmengen mehr in die Schweiz zur weiteren Verarbeitung geliefert. Bereits zu dieser Zeit war die Basis dieser Entscheidung die Befürchtung, wirtschaftliche Sanktionen könnten dazu führen, dass das Gold in der Schweiz verbleiben müsste. Also entschied sich Venezuelas Führung dafür, lieber mit einem befreundeten Staat zusammenzuarbeiten.

USA äußert scharfe Kritik an Venezuelas Vorgehen

In den USA wird lautstarke und scharfe Kritik an der venezolanischen Entscheidung für die Türkei geübt. Ein Mitarbeiter des US-Finanzministeriums merkte an, dass das Gold aus dem Land gebracht wurde, ohne die Sicherheitsvorkehrungen zu berücksichtigen, die bei einer Gold-Transaktion dieser Größenordnung normalerweise gewährleistet sein sollten. Diese Vorkehrungen würden sicherstellen, dass das Gold offiziell verbucht und damit als Eigentum des venezolanischen Volkes verbrieft wird. Im Klartext werden der Regierung in Venezuela damit Korruption, Misswirtschaft und ungesetzliches Handeln vorgeworfen. Der konkrete Vorwurf: das eigene Volk werde bestohlen. Zusätzlich zu den bereits verhängten wirtschaftlichen Sanktionen könnten weitere, wesentliche schärfere verhängt werden.

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