Hört eine Frau das Wort Saphir, hat sie wahrscheinlich sofort den Anblick eines der berühmtesten Saphirringe der Welt vor Augen: Prinzessin Dianas Verlobungsring, den ihr Sohn Prince William längst an seine Frau Kate weitergegeben hat. Der große blaue Stein in diesem Ring mutet majestätisch an, seine Größe, sein Schliff und seine Klarheit setzen Maßstäbe. Bei dem Saphir handelt es sich um eine Varietät des Korund. Nicht nur verschiedene Blautöne hat er zu bieten, er kommt in zahlreichen Farben vor. Nur bei dem typischen Rot spricht man vom Rubin. Die Rottöne sind heller und gehen eher in Richtung Rosa und Pink. Dennoch versteht man unter dem Begriff Saphir am ehesten die Blautöne, in denen er gefunden wird. Diese reichen vom zarten Hellblau bis zu einem so dunklen Blau, dass es nahezu als Schwarz anmutet. Je nach Lichteinfall kann ein einzelner Stein unterschiedlich intensiv in der Farbe wirken.

Der Saphir als Mineral

Der Saphir kristallisiert als Bestandteil des trigonalen Kristallsystems und entwickelt und wird in bestimmten Formen abgebaut. Man findet Pyramiden geformte und prismatische Stücke ebenso wie Kristalle, die wie Tonnen anmuten. Auch die chemische Beständigkeit ist typisch für den Saphir als Korund. Das bedeutet, dass diese Steine nicht säurelöslich sind und erst schmelzen, wenn sie Temperaturen vondeutlich über 2000° ausgesetzt sind. Die verschiedenen mineralischen Substanzen, die Saphire enthalten, sind für die diversen Farbgebungen verantwortlich. Je nach Konzentration der Stoffe entstehen so gelbe, grüne, rosa oder violette Farbvarietäten. Auch und vor allem verdanken wir diesen mineralischen Werten auch die vielen Blautöne, die der Saphir uns bietet. Eine seltene Varietät des Saphirs enthält überhaupt keine Beimengungen: der farblose Leukosaphir.

Fundort und Farbe des Saphirs hängen zusammen

Der Saphir wird an mehreren Orten weltweit abgebaut. Das klassische Saphirblau schreibt man dem Kashmir-Saphir zu, der im gleichnamigen Gebiet gefunden wird. Eigentlich müsste man sagen, er wurde dort gefunden, denn inzwischen sind die „Edelstein-Gräber“ dort kaum noch erfolgreich. In einer Schlucht im US-Staat Montana sind Saphire von einem sehr intensiv dunklen Bau entstanden. Der Padparadscha-Saphir stammt aus Asien. Er kommt in einem als typisch bezeichneten kräftigen Orange daher, selten auch in rosafarbenen Varietäten. Weitere Fundorte für Saphire sind zum Beispiel Australien, Madagaskar und Nigeria. Eine besonders beliebte Ausformung des Saphirs ist der Sternsaphir. In diesen Steinen sind Rutilnadeln enthalten, die bei entsprechendem Lichteinfall wie ein Stern aussehen.

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