Gold erkennen – sieben Tests zum Selbstmachen

Gold ist zeitlos und fasziniert seit jeher. Im Alltag stellt sich mitunter die Frage, ob das Schmuckstück oder die Münze wirklich echt sind. Mit verschiedenen Methoden können Sie die Echtheit auch zu Hause prüfen. So sind Sie auf der sicheren Seite, bevor Sie ein Stück verkaufen oder verschenken. Nutzen Sie nie nur einen Test, sondern kombinieren ihn mit anderen Prüfungen.

1) Prüfen von Stempel und Prägung

Der wichtigste Goldtest ist immer ein Blick auf die Prägung. Echtes Gold in Form von Barren oder Schmuck ist mit einer Punze ausgestattet, die den jeweiligen Feingehalt bezeichnet. Dabei handelt es sich um den Goldanteil, der in Tausendteilen angegeben ist. Sollten Sie keinen solchen Stempel finden, ist Echtgold wenig wahrscheinlich.

Achten Sie nicht nur auf Zahlen. Häufig finden Sie auch Kürzel, etwa GF oder GP, die darauf hinweisen, dass lediglich eine dünne Goldschicht auf unedlem Metall vorhanden ist. Verwenden Sie eine Lupe für Ihre Suche, die Stempel sind in der Regel sehr klein.

2) Dichtetest mit Wasser

Die Golddichte ist besonders hoch, ein wichtiger Faktor für die Zuverlässigkeit des Tests. Nehmen Sie eine kleine haushaltsübliche Küchenwaage oder eine Feinwaage und einen kleinen Messbecher mit Milliliter-Skala, den Sie mit Wasser füllen. Schreiben Sie auf, bis zu welcher Messlinie das Wasser reicht.

Wiegen Sie das Gold zunächst in trockenem Zustand und notieren Sie sich das Gewicht. Legen Sie es anschließend ins Wasser und sehen Sie die Veränderung der Wasserhöhe an der Messlinie. Die Zunahme in Millilitern gibt das verdrängte Volumen wieder. Wenn Sie Ihr Goldgewicht durch das ermittelte Volumen teilen, haben Sie den Wert für die Dichte. Reines Gold weist eine Dichte von etwa 19 g/ml auf. Stellen Sie eine größere Abweichung fest, handelt es sich möglicherweise um ein anderes Metall.

3) Test mit einem starken Magneten

Einen sehr einfachen Test können Sie mit einem möglichst starken Magneten durchführen. Gold selbst ist nicht magnetisch, wird also von einem Magneten nicht angezogen. Zahlreiche Metalle sind hingegen durchaus magnetisch. Fahren Sie mit dem Magneten entlang Ihres Goldstücks. Passiert nichts weiter, ist dies ein positiver Hinweis auf Echtheit. Bleibt es hingegen haften, kann es sich nicht um Echtgold handeln.

4) Kratzprobe auf einer Keramikfläche

Sie benötigen eine Keramikplatte, die nicht glasiert ist, etwa die Rückseite einer Fliese. Führen Sie das Gold mit leichtem Druck über die Keramikoberfläche. Ist das Produkt echt, werden Sie eine feine goldfarbene Spur sehen. Andere Metalle hinterlassen hingegen nur eine schwarze oder graue Linie. Die Ursache ist die weiche Konsistenz von Gold. Es färbt bei entsprechender Reibung leicht ab. Achten Sie darauf, nicht zu stark zu kratzen, um keine Schäden zu hinterlassen; das gilt besonders für filigrane Schmuckstücke.

5) Hauttest und Tragen im Alltag

Die eigene Haut ist ein wichtiges Hilfsmittel beim Goldtest, sofern es um ein Schmuckstück geht. Tragen Sie beispielsweise einen Ring aus Gold einige Stunden lang ununterbrochen. Sehen Sie sich danach die Hautstelle an. Sieht sie noch exakt aus wie vorher, haben Sie vermutlich echtes Gold getragen. Sehen Sie hingegen leichte Verfärbungen, meist grünlich, grauschwarz oder auch blau, ist eine unedle Versiegelung sehr wahrscheinlich. Betrachten Sie auch generell das Gold im Alltag. Verdunkelungen an der Oberfläche oder Abplatzungen, die mit der Zeit entstehen, sollten Sie stutzig machen.

6) Test mit Essig

Legen Sie Ihr Gold auf ein Tuch und beträufeln Sie eine kleine Stelle mit etwas farblosem Haushaltsessig. Warten Sie einige Minuten auf eine eventuelle Reaktion. Echtgold wird nach dem Test so aussehen wie vorher, es verändert seine Farbe nicht. Bei einer Beschichtung hingegen beziehungsweise einem unedlen Metall zeigen sich üblicherweise andere Farbtöne, häufig in Form von dunklen Flecken. Beachten Sie, dass dieser Test nur bei Massivgold sicher ist und bei vergoldeten Gegenständen zu Beschädigungen führen kann.

7) Der Klang von Gold

Echtes Gold zeichnet sich durch eine ganz eigene akustische Eigenschaft aus, die einen deutlichen Unterschied zu unedlen Metallen aufweist. Wenn Sie etwa ein massives Goldstück leicht gegen eine eher harte Oberfläche klopfen, hören Sie einen dumpfen und gleichzeitig kurzen Ton. Andere Metalle klingen im Vergleich dazu weitaus heller und zudem metallischer.

Beachten Sie generell, dass die Tests für zu Hause nur Hinweise geben können. Sie ersetzen im Ernstfall keinen Besuch beim Juwelier für eine zuverlässige und sichere Prüfung. Nutzen Sie zudem nie nur eine einzige der Methoden, wenn Sie im Zweifel sind, ob es sich um echtes Gold handelt.

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