Derzeit ist eine Abwärtstendenz beim Goldpreis zu beobachten, die Nachfrage nach Gold ist eher unbeweglich. Diese Entwicklung hat Anfang des Jahres bereits begonnen, seitdem ist der Goldpreis beträchtlich gefallen. Obwohl im Anlagebereich auf der ganzen Welt genügend riskante Möglichkeiten angeboten werden, steigt die Nachfrage nach Gold nicht – eigentlich eine ungewöhnliche Situation. Denn wenn man die politische Lage betrachtet, bietet diese mehrere Situationen, in denen die Anleger gewöhnlich stärker zum Gold greifen. In der Türkei erlebt die Landeswährung gerade einen außergewöhnlichen Absturz, der täglich Thema in der internationalen Presse ist. Die Krise verschärft sich, selbst Grundnahrungsmittel werden auffallend teuer. In solchen Situationen wird in der Regel gerne Gold gekauft.

Beeinflussen zahlreiche Krisenherde den Goldpreis?

Ein weiterer Krisenherd ist die instabile politische Lage in Italien, die Konsequenzen für die Währung hat. Auch der Brexit und die Diskussion darüber haben nicht an Aktualität verloren, der Widerstand dagegen gleicht einer Berg- und Talbahn. US-Präsident Trump mit seinen diversen angestrebten bilateralen Handelsabkommen erzeugt international mehr Unsicherheit als Hoffnung. Das Atomprogramm des Iran ist nach wie vor umstritten – es gibt gegenwärtig sehr viele ungeklärte Themen und ungelöste politische Krisen. Man sollte doch glauben, alles zusammen müsste reichen, um die Nachfrage nach dem als stabil geltenden Gold als Anlagemöglichkeit in die Höhe zu treiben. Doch nicht einmal das weltweit steigende Preisniveau wirkt sich nicht in dieser Richtung aus. Es sieht phasenweise fast so aus, als handele es sich nicht um eine kurze Goldkrise. Vielmehr wirkt es, als ändere sich der Ruf des Goldes als krisenfeste Investition; die steigende Entwicklung des Dollarkurses tut ihr Übriges dazu.

Goldschwäche, Goldkrise, Gold-Renaissance?

Am amerikanischen Aktienmarkt steigen die Kurse, eine Tatsache, die eine Krisenstimmung wiederum dämpft. Die Zurückhaltung der Anleger bei Goldkäufen beruht zwar auf der Anzahl der genannten und weiteren Krisenherde auf internationaler Ebene. Dennoch sind sich Finanzexperten einig darüber, dass dem Gold der Status des Krisenschutzes auf Dauer nicht abhandenkommen wird. Die vorübergehende Goldkrisen-Stimmung wird sich laut Expertenmeinung vorerst noch etwas ausweiten müssen, erst dann wird es zu einer Umkehr und damit zu einer Gold-Renaissance kommen, Denn die Anleger werden feststellen, dass alle Wetten auf einen weiteren Absturz des Goldpreises nicht gewonnen wurden. Diese Entwicklung wird über kurz oder lang wieder zu einem Anstieg des Goldpreises führen – und schon wird sich eine positive Tendenz bei der Goldkaufentwicklung bemerkbar machen und der Goldkrise den Garaus machen.

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