Auf die Gold-Anleger kommt in Deutschland wohl ein neuer Skandal zu. Es geht um knapp zwei Tonnen Gold, die nicht aufzufinden sind. Das vermisste Gold hat einen Wert von rund 82 Millionen Euro. Der Anlageskandal in Deutschland, wenn er sich als ein solcher erweist, lässt viele Gold-Anleger um ihr Geld fürchten. Im Mittelpunkt der Angelegenheit steht die Firma PIM Gold GmbH, genauer um den Geschäftszweig Premium Deutschland. Dort stand vor kurzem die Darmstädter Staatsanwaltschaft vor der Tür. Man wollte sich die Tresore der Firma von innen ansehen. Es ging darum, zu überprüfen, ob in den Tresoren tatsächlich 3,38 Tonnen Gold lagen. Diese Menge hatte sich aus den Kalkulationen ergeben, denen die Lieferverpflichtungen des Unternehmens PIM Gold GmbH zu Grunde liegen. Die Ermittler der Staatsanwaltschaft Darmstadt wollten dem Verdacht nachgehen, dass die Goldmenge in den Tresoren deutlich geringer ist, nämlich um 1,9 Tonnen.

Anlageskandal bringt missliche Situation für Gold-Anleger

Der Gold-Bestand in den Tresoren bestätigte den Verdacht, dass große Mengen Gold fehlten. Die Staatsanwaltschaft legte einen Bericht vor, aus dem hervorgeht, dass nur 215 kg Feingold und 13 kg Altgold gefnden wurden. Aufgrund dieser beträchtlichen Differenz wurde der Geschäftsführer der PIM Gold GmbH zunächst festgenommen. Ihm wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Außerdem hat die Staatsanwaltschaft alle Geschäftskonten eingefroren und die auffindbaren Vermögenswerte beschlagnahmt. Die PIM Gold GmbH informierte ihre Kunden auf ihrer Website über die missliche Lage. Man bedaure mitteilen zu müssen, dass das Amtsgericht Darmstadt die Vermögen der beiden Gesellschaften PIM Gold GmbH und Premium Gold Deutschland eingefroren habe. Daher werde der Geschäftsbetrieb vorerst eingestellt.

Wie funktionierte das Modell Gold-Anlage?

Das Geschäftsmodell einer Firma wie PIM Gold wirkt bei näherem Hinsehen einigermaßen undurchsichtig. Das Angebot: Kunden konnten je nach ihren finanziellen Möglichkeiten mit monatlichen Sparplänen in Gold investieren. Bestandteil der meisten Verträgen war eine Vorleistung. Das bedeutet, dass die Kunden das Gold bezahlen und damit einverstanden sind, das erworbene Gold in den Tresoren ihrer Vertragspartner zu lassen. Dies war die Funktion der PIM Gold GmbH. Für ihr Gold erhielten die Kunden eine monatliche Rendite, diese betrug je nach Anlage-Unternehmen zwischen drei und sechs Prozent. Mit dem Gold der Anleger wollte und sollte die PIM Gold nun erfolgreich Geschäfte machen und die Gold-Anleger an den erhofften Gewinnen teilhaben lassen. Da die Gewinnspannen im Goldhandel eher gering sind, erhebt sich die Frage, ob sich dieses Geschäft auf die Dauer lohnt. Auch soll PIM Gold nicht zu den aktuellen Gold-Preisen verkauft, sondern hohe Aufschläge erhoben haben. Klar und sauber wirkt diese Methode nicht, sie erinnert eher an der unselige Pilotenspiel, das auf einer Art Schneebalsystem basiert. Mit neuen Kunden bedient man die Forderungen der alten Kunden, das wiederholt sich immer wieder und setzt voraus, dass immer wieder viele neue Kunden investieren. Geschieht dies nicht mehr, implodiert das System.

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