Es gibt kaum einen Edelstein, der in so vielen Farben und Farbkombinationen gefunden wird wie der Achat. Der vielfältige Schmuck- und Heilstein wurde zum ersten Mal in Sizilien gefunden, am Fluss Achates. Daher stammt der Name des Steins. Dieser erste Fund ist einige tausend Jahre her. Schon in der Antike war der Achat beliebt als Material für die Herstellung von Kunstgegenständen. Im alten Ägypten wurden die Scarabäen aus Achat geschnitzt. Sie gelten bis heute als Glücksbringer. Auch im alten Rom war Achat ein begehrter Stein. Man glaubte daran, dass man von Reichtum und Macht gesegnet wurde, wenn man Scheiben von Achat bei sich hatte. Jahrhunderte später hatte sich an der Bedeutung des Achats als Schutzstein nichts geändert. Man sprach ihm nahezu magische Kräfte zu. Er sollte Menschen unsichtbar machen können und den Träger eines Achats sogar vor Blitz und Donner schützen.

Achate gelten bis heute als Schutzsteine

Magische Kräfte werden dem Achat bis in die Gegenwart zugeschrieben. Bis heute gilt zum Beispiel Hildegard von Bingen als bedeutende Autorin zum Thema Schutzstein. Sie hat bereits im Mittelalter darüber geschrieben, dass der Achat heilende Wirkung hat. Unter anderem sollte er ihrer Meinung anch gegen Schlangen- und Spinnengift helfen. Auch heute noch werden Handschmeichler gerne aus Achat hergestellt. Sie sollen den Träger schützen – wovor auch immer. Auch zum Meditieren werden Achate gerne benutzt. Überhaupt werden Achate heutzutage im Bereich der Esoterik vielfach eingesetzt. Man legt den Stein auf schmerzende Stellen. Oder man stellt heilendes Wasser her. Der Achat wird in ein Gefäß gelegt und mit Wasser übergossen. Das lässt man für einige Stunden stehen und trinkt es. Es soll zahlreiche Beschwerden lindern.

Die farbliche Vielfalt macht den Achat zum idealen Schmuckstein

Nicht nur der funktionale Aspekt spielt beim Achat eine Rolle. Die vielfältigen Farben und Formen, in denen der Stein gefunden wird, machen ihn auch als Schmuckstein sehr beliebt. Ketten, Armbänder, Ringe und Ohrschmuck – all dies wird aus Achat hergestellt. Streifen, Wellen, Punkte, Farbkombinationen – die Varianten sind unendlich. Doch nicht nur die Natur hat dem Achat so viele Erscheinungsbilder geschenkt. Auch der Mensch hat seinen Anteil an der optischen Vielfalt. Steine mit unscheinbaren Farben können eingefärbt werden und erhalten damit eine Verschönerungskur. Möglich ist dieser Vorgang nur mit anorganischen Farben. Da das menschliche Auge die Echtheit der Farbe kaum unterscheiden kann, sind Schmuckhersteller verpflichtet, die Steine als „gefärbt“ oder „behandelt“ zu kennzeichnen.

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